Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
ermuntern
(ahd. )1 ursprünglich ›wach werden‹ und ›wach machenzu morgens kan mans [man sie] nicht ermundern (Sachs; L059 DWb), der Kaffee ermunterte ihn (L137 HWb); intransitiv ›wach, munter werdendie ermunterten blumen eröfnen sich duftend (Zachariä; L059 DWb); Und da wird es Mitternacht seyn, / Wo du oft zu früh ermunterst(Goethe; Ch.L042 Christa Dill); übertragen Wallenstein (ist wieder in eine tiefe Zerstreuung gefallen, er ermuntert sich und wendet sich schnell zur Gräfin)(Schiller; L337 WdG);
2anregen, ermutigen‹ (frühnhd.) darauf ermunterte er mich zur poesie(Jean Paul; L059 DWb); oft im Partizip Präsens jmdm. ermunternd zunicken.
Ermunterung (spätmhd. Seuse; L060 2DWb) zunächst auch ›das Aufwecken‹, dann ›Ermutigung‹, ›AnspornungDer Vater gab dem Sohne Geld zur Ermunterung seines Fleißes (L305 Christoph Ernst Steinbach), ihre Liebe ist mir die großte Ermunterung zum Guten (L033 Joachim Heinrich Campe), da und dort nickte einer ihm zur Ermunterung lächelnd zu (Th.A183 Thomas Mann, Zauberberg 771), heute auch im Sinne von ›Aufheiterungzur allgemeinen Ermunterung beitragen (L337 WdG).
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