Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
einweihen
1 ›ein Gebäude, eine Stätte weihen‹: Also weiheten sie das Haus des Herrn ein (A180 Martin Luther, 1.Könige 8,63), heute abgeblaßt zu ›feierlich seiner Bestimmung übergeben‹;2 ›einen Priester, ein Ordensmitglied weihen‹ (Schiller; L059 DWb), übertragen schon im 16. Jahrhundert (ebenda), von daher wohl übertragen ⇓ "S187"
3 ›jmdm. Geheimnisse anvertrauen‹ früher mit in und dem Dativ mich in den geheimnissen der orphischen philosophie einzuweihen (Wieland; L059 DWb), heute mit dem Akkusativ du hast mich in deine kälte, in deine härte unbarmherzig eingeweiht (Goethe; L059 DWb).
1 ›ein Gebäude, eine Stätte weihen‹: Also weiheten sie das Haus des Herrn ein (A180 Martin Luther, 1.Könige 8,63), heute abgeblaßt zu ›feierlich seiner Bestimmung übergeben‹;2 ›einen Priester, ein Ordensmitglied weihen‹ (Schiller; L059 DWb), übertragen schon im 16. Jahrhundert (ebenda), von daher wohl übertragen ⇓ "S187"
3 ›jmdm. Geheimnisse anvertrauen‹ früher mit in und dem Dativ mich in den geheimnissen der orphischen philosophie einzuweihen (Wieland; L059 DWb), heute mit dem Akkusativ du hast mich in deine kälte, in deine härte unbarmherzig eingeweiht (Goethe; L059 DWb).