Hermann Paul - Deutsches Wörterbuch
abweichen
(13. Jahrhundert)1.1 ›entweichen, sich davonmachen‹ (veraltet) habet die güte, von diesem platze abzuweichen! (Immermann; L060 2DWb),
1.2 ›(vom Weg, Kurs) abgehen, verlassen‹,
1.3 schon frühneuhochdeutsch übertragen ›sich innerlich entfernen (von einer Norm u.dgl.)‹ abweichende Meinung;
2 seit dem 16. Jahrhundert ›im Vergleich zu etwas verschieden sein, differieren‹ so findet man übereinstimmende und abweichende Erscheinungen (L092 GoeWb). Veraltet abgewichen ›vergangen‹ (Wieland, Goethe, E.T.A.Hoffmann), synonym ebenfalls veraltet verwichen. Entsprechend
Abweichung (1521; L060 2DWb), seit dem 18. Jahrhundert auch ›Anomalie‹, vgl. 20. Jahrhundert Abweichungsstilistik.
(13. Jahrhundert)1.1 ›entweichen, sich davonmachen‹ (veraltet) habet die güte, von diesem platze abzuweichen! (Immermann; L060 2DWb),
1.2 ›(vom Weg, Kurs) abgehen, verlassen‹,
1.3 schon frühneuhochdeutsch übertragen ›sich innerlich entfernen (von einer Norm u.dgl.)‹ abweichende Meinung;
2 seit dem 16. Jahrhundert ›im Vergleich zu etwas verschieden sein, differieren‹ so findet man übereinstimmende und abweichende Erscheinungen (L092 GoeWb). Veraltet abgewichen ›vergangen‹ (Wieland, Goethe, E.T.A.Hoffmann), synonym ebenfalls veraltet verwichen. Entsprechend
Abweichung (1521; L060 2DWb), seit dem 18. Jahrhundert auch ›Anomalie‹, vgl. 20. Jahrhundert Abweichungsstilistik.